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Filmkritik: The Social Network1

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Selten ist es möglich Geschichte zu erzählen, während diese noch in Gange ist und wohlmöglich noch nichtmal ihren Höhepunkt erreicht hat. Doch bei “The Social Network” wird die Geschichte des jüngsten Milliardärs der Welt erzählt – die von Mark Zuckerberg. Der Untertitel “Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben ohne dir ein paar Feinde zu machen” sagt schon vieles über den Film aus. Mark Zuckerberg musste auf dem Weg zu seiner ersten Milliarde auch über einige Leichen gehen und genau dies wird in dem Film von David Fincher (“Sieben”,”Fight Club”) thematisiert.

Mark Zuckerberg hat sich früh von diesem Film distanziert und so beruht die gesamte Geschichte auf Erzählungen von Freunden und Feinden aus dieser Zeit. Da wären Eduardo Saverin gespiel von Andrew Garfield, Sean Parker – seines Zeichens erfinder von Napster und gespielt von Justin Timberlake und die Winkevoss Brüder gespielt u.a. von Armie Hammer. Die Geschichte wird über 2 Gerichtsverfahren und über Rückblenden erzählt. Die Winklevoss Brüder klagen Zuckerberg an Code und Ideen von Ihnen geklaut zu haben, als dieser für die gearbeitet hat – Eduardo Saverin klagt nachdem sein Anteil an Facebook von 30% auf 0% gesenkt wird. Beide Gerichtsverfahren verliert Zuckerberg, was dem Erfolg aber bekanntermaßen kein Abriss genommen hat.


Aber auch Zuckerberg hatte seine Fehltritte. Er ist von Sean Parker dermaßen Begeistert, das er seinen besten Freund Eduardo Saverin völlig auf der Strecke liegen lässt. Sean Parker ist der Mitbegründer von Napster und hat nach seinem Absturz nichts gelernt. Er ist ein Heuchler und verstrickt sich immer wieder zwischen Alkohol und Drogen, so das er am Ende im Knast landet.

Gespickt mit viel Drama und dem Wissen wie erfolgreich Facebook heutzutage ist, ist daraus eine sehr interessante Geschichte geworden … natürlich mit dem nötigen Hauch Hollywood. Mark Zuckerberg, welcher von Jesse Eisenberg (u.a. bekannt aus Zombieland) gespielt wird, wird als egomanische Persönlichkeit mit viel Hochmut und Selbstbewusstsein dargestellt. Er fällt auf, alleine durch die Tatsache das er mit Badelatschen zur Gerichtsverhandlung kommt – er ist ein Quertreiber und Querdenker.

Fazit: Ein echtes Drama, nicht nur für Facebook Fans. Dieser Film zeigt wie stark Erfolg, Misserfolg, Freundschaft und Feindschaft zusammenhängen, speziell wenn es um Geld geht. Man hat durchgehend das Gefühl an etwas großem Beteiligt zu sein – selber teil dieser Geschichte zu sein und gerade für mich als Softwareentwickler macht es einfach Spass diese Entstehung mitzuerleben.

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1 Kommentar zu "Filmkritik: The Social Network"

Udo Pasch schrieb am 01.11 um 13:15 Uhr:

Ich kann das Fazit von Andre nur teilen. Wenn es für junge Menschen schon beeindruckend ist, sozusagen “dabei zu sein”, was soll ich als jungebliebener 1960er dazu erst sagen. Als ich auf die Welt kam, gab es in Deutschland gerade mal ein Fernsehprogramm, das Telefon musste noch knapp 20 Jahre mit Wählscheibe bedient werden und Fernsehen in Farbe konnte ich zum ersten mal 1972 im Alter von 12 Jahren erleben. Und das mit immerhin 3 Fernsehprogrammen. Bis zur Revolution des Internet sollten dann mal eben fast weitere 30 Jahre vergehen. Aufgeklockert wurde die Wartezeit durch die heute schon selbstverständlich gewordene Phase des Mobilfunks. Also kommentiere ich das mal uneingeschränkt mit einem “Woohhwww” :)

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